Über mich & Cocolowres

Wer schreibt hier?

Eine aus dem Voralpenland stammende Münchnerin, im Hauptberuf Redakteurin, im Nebenberuf liegt mein Schwerpunkt auf (Konflikt-)Kommunikation und Psychologie. Denn noch lieber als auf Bildschirme schaue ich hinter die Fassaden, mich interessieren Menschen statt Maschinen. Ich mag und brauche die Stadt wie das Land, Natur, Genuss, Lernen, Reisen, Humor.
In meiner Ausbildung zur Heilpraktikerin für Psychotherapie habe ich naturgemäß viel über psychische Gesundheit, Achtsamkeit usw. erfahren. Ich kam aber auch mit dogmatischen Herangehensweisen und allerlei Skurrilem in Kontakt. Seither bin ich noch aufmerksamer und kritischer gegenüber Lifestyles und Trends, die Glück und Sinn versprechen.

Worum geht’s hier?

Die ursprüngliche Idee des Blogs? Ein kritischer „Anti-Blog“ über den medial zelebrierten Selbstoptimierungs- und Achtsamkeits-Wahn, Superfood-Dekadenz, über die Konsum-Gesellschaft, die Marketing-Maschinerie und oberflächliche Selbstdarsteller*innen. Mir wurde zu viel von:

„Foodgurus optimieren Deinen Körper gegen das wohl verdiente Burnout. Erfülle Dir während Deines monatelangen Sabbaticals den Traum vom Glück in absoluter Unabhängigkeit. Stopf ausschließlich cleane Superfoods vom anderen Ende der Welt in dich rein, um die schönste, schlankeste und glücklichste Version deines verkorksten, toxischen Selbst zu werden. Schau hin, andere schaffen es auch – sei wie die anderen!“

Kokolores! Ich bin nicht in einer HighRes-Doku über den inszenierten Selbstfindungstrip mit Kokosblütenzucker-Topping.*

Freunde, Familienmitglieder, ich selbst sind nicht perfekt. Frustrierende Jobs, Geldsorgen, brüchige Beziehungen, Leistungsdruck, Krankheiten gehören zu unserer Realität. Während wir am Rande des Abgrunds, Neuanfangs und/oder Wahnsinns stehen, lauern überall Versuchungen, sich mit anderen im Umfeld oder in den Medien zu vergleichen. Dabei übersehen wir oft die Chance, durch Krisen richtig aufzublühen, manche finden so zu sich selbst, werden zufriedener, sehen die kleinen Schönheiten des Alltags und sind weniger getrieben von außen. Das ist so viel einfacher als immer höher, schneller, weiter. Glück zu suchen und zu finden, sich selbst zu verwirklichen, die eigenen Werte herauszufinden und zu leben – das sollte für jede/n im Alltag möglich sein, unabhängig von Status, Gesundheit, Alter, Geld, Trends.
Die schönen Kleinigkeiten sollen hier ebenso einen Platz finden wie manch kritische Auseinandersetzung und Anregungen, den eigenen Weg zu finden. Da die Rein-Version des schimpfenden Anti-Blogs nicht (nur manchmal) zu mir passt, wähle ich den Weg über Ideen, Information, Hinterfragen, Humor alt Teil einer konstruktiven Gemeinschaft.

Der gemeinsame Themen-Nenner: Nachhaltigkeit

Neben der Psycholgie sind mir ökologische Themen wichtig, „Green Living“ im Lifestyle-Jargon. Das ist bei mir eine Grundeinstellung, gelebte Werte statt wechselhafter Trend. Wie kann ich z.B. bewusster reisen, essen, Plastikmüll vermeiden, ohne mich zum Sklaven des Umweltschutzes zu machen? Eine Asketin bin ich nicht, aber ich schaue, wie Unternehmen wirtschaften, und mache meine Kaufentscheidung davon abhängig. So oft und gut ich es eben kann, denn das alles soll alltagstauglich passieren. Zeitlich und finanziell muss es möglich sein, sonst halte ich es nicht durch. Eine Prise Realität, bitte!

Über 1 Jahr habe ich thematisch querbeet Blogartikel geschrieben und ausprobiert. Aus dem Chaos im Kopf und auf dem Blog bildete sich langsam der gemeinsame Nenner heraus: Nachhaltigkeit – im Sinne von Ressourcen schonen und stärken – die meinen und die der Umwelt. Die Bandbreite an Geschichten und Ideen auf Cocolowres hat also Sinn und spiegelt eine bunte Palette an Individualität wider.

Wer einen perfekt durchgestylten Blog über ein perfekt durchgestyltes Leben sucht, wird hier schwer fündig. Wer aber neugierig ist, mich ein Stück begleiten und vielleicht sogar Ideen austauschen will: herzlich willkommen!

 

*Der Blogname Cocolowres entstand aus meinem Ärger über den Kokosblütenzucker-Hype. Für mich ein Paradebeispiel für einen nicht-hinterfragten Food-Trend, der über ein wertvolles Lebensmittel hinweggefegt ist.